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Ratgeber starkes Schwitzen

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Starkes Schwitzen
Diagnose von starkem Schwitzen

Zur Diagnose einer übermäßigen Schweißproduktion gibt die Anamnese schon die ersten, richtungsweisenden Aufschlüsse. Ist eine familiäre Häufung zu erkennen, liegen keine anderen Beschwerden vor und wird starkes Schwitzen an den für eine Hyperhidrose typischen Stellen (Handflächen, Fußsohlen, Achselhöhlen) beobachtet, so sind in der Regel keine weiteren diagnostischen Maßnahmen zur Sicherung der Diagnose nötig. Mit verschiedenen Tests lassen sich der Schweregrad und die genaue Ausdehnung der Hyperhidrose feststellen und eine entsprechende Therapie einleiten. Gesellen sich zum starken Schwitzen noch weitere Symptome hinzu, so werden weiterführende diagnostische Maßnahmen ergriffen, um eine mögliche Grunderkrankung ausschließen zu können.

Diagnose von starkem Schwitzen

Oft ist es bereits die Anamnese, das Patientengespräch, bei der die Diagnose von starkem Schwitzen (Hyperhidrose) Formen annimmt. Häufig kristallisiert sich in dem Gespräch heraus, dass die Betroffenen bereits seit der Pubertät unter starkem Schwitzen bzw. einer übermäßigen Schweißproduktion leiden. Auslöser für starkes Schwitzen können dabei schon geringfügige körperliche Anstrengungen sein, aber auch Stress und Nervosität. Tritt der vermehrte Schweiß dann auch noch an den für ungewöhnlich starkes Schwitzen typischen Stellen, wie Händen, Füßen oder Achselhöhlen auf und liegen keine weiteren Beschwerden vor, sind in der Regel keine weiterführenden diagnostischen Maßnahmen nötig.

Allgemeingültige Messungen, mit der sich die Diagnose primäre Hyperhidrose beweisen oder ausschließen lässt, gibt es nicht. Treten zusätzlich zum starken Schwitzen weitere Beschwerden auf, sind diese für die Diagnose richtungsweisend. Zur Absicherung der vermuteten Diagnose sollten dann klinische Tests durchgeführt werden. Diese zielen in erster Linie darauf ab, die Ursache für das starke Schwitzen in einer Grunderkrankung zu manifestieren. Erst, wenn andere körperliche Ursachen, die als Begleitsymptom starkes Schwitzen mit sich bringen, ausgeschlossen oder nachgewiesen werden können, kann der Arzt eine entsprechende Therapie einleiten.

Diagnostische Maßnahmen bei starkem Schwitzen

Sind Hinweise auf eine Grunderkrankung gegeben, die starkes Schwitzen rechtfertigen könnten, so kommen weitere Maßnahmen zur Sicherung der Diagnose infrage. Hierzu zählt vor allem eine eingehende Blutuntersuchung, um den Hormonstatus zu testen und eventuelle Stoffwechselstörungen zu lokalisieren. Auch ein Elektrokardiogramm ist angeraten, um mögliche Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Ursache für starkes Schwitzen ausschließen zu können. Nicht selten werden auch Röntgen- oder Ultraschalluntersuchungen hinzugezogen. Sie dienen in erster Linie der Lokalisation von Tumoren oder anderweitiger Veränderungen, die starkes Schwitzen auslösen könnten.

Weitere Maßnahmen zur Diagnose von starkem Schwitzen

Um das Ausmaß und den Schweregrad der Hyperhidrose festzustellen, stehen dem Mediziner zur Diagnose die sogenannte Gravimetrie und der Jod-Stärke-Test zur Verfügung. Bei der gravimetrischen Messung wird der Schweiß bei einem Schweißausbruch bei starkem Schwitzen mithilfe eines saugfähigen Filterpapiers aufgenommen und die Menge anschließend mittels Feinwaage gemessen. Da starkes Schwitzen jedoch in der Regel anfallartig auftritt und somit extremen Schwankungen unterlegen ist, ist die Aussagekraft dieser Messung anhand vorgegebener Richtwerte (30 mg/Min. gilt als krankhafte Schweißproduktion) stark eingeschränkt.

Ein weiterer Test, der Jod-Stärke-Test, zielt darauf ab, den Ort und die Ausdehnung des starken Schwitzens genau zu lokalisieren. Dieses Diagnoseverfahren wird insbesondere für die Vorbereitung operativer Verfahren zur Therapie von starkem Schwitzen gewählt. Für die Wahl der am besten geeigneten Therapie sind beide Messverfahren in der klinischen Praxis i. d. R. nicht nötig.

Judith Schomaker

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Viele Gerüchte und Irrtümer ranken sich um das starke Schwitzen. Diese reichen von mangelnder Körperhygiene, über Geschlechtsdispositionen, bis hin zu Assoziationen mit übergewichtigen Menschen. Dabei trifft starkes Schwitzen auf rund ein Prozent der westlichen Bevölkerung zu. Männer und Frauen sind in etwa gleich häufig von diesem Phänomen betroffen, lediglich die Lokalisation unterscheidet sich geringfügig voneinander. Genaue Zahlen sind hingegen schwer zu ermitteln. Zu hoch ist die Dunkelziffer, da starkes Schwitzen noch immer zu den Tabuthemen in der Gesellschaft gehört. Informatioen über starkes Schwitzen kann viele Vorurteile widerlegen und Betroffenen helfen, ohne Scham Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Diagnose starkes Schwitzen

Zur Diagnose einer übermäßigen Schweißproduktion gibt die Anamnese schon die ersten, richtungsweisenden Aufschlüsse. Ist eine familiäre Häufung zu erkennen, liegen keine anderen Beschwerden vor und wird starkes Schwitzen an den für eine Hyperhidrose typischen Stellen (Handflächen, Fußsohlen, Achselhöhlen) beobachtet, so sind in der Regel keine weiteren diagnostischen Maßnahmen zur Sicherung der Diagnose nötig. Mit verschiedenen Tests lassen sich der Schweregrad und die genaue Ausdehnung der Hyperhidrose feststellen und eine entsprechende Therapie einleiten. Gesellen sich zum starken Schwitzen noch weitere Symptome hinzu, so werden weiterführende diagnostische Maßnahmen ergriffen, um eine mögliche Grunderkrankung ausschließen zu können.

Durch das Schwitzen reguliert der Körper seine Temperatur. Die Schweißdrüsen sondern hierzu eine salzhaltige, wässrige Flüssigkeit ab, die an der Hautoberfläche verdunstet und so für die nötige Kühlung sorgt. Gesteuert wird die Schweißproduktion über bestimmte Nervenbotenstoffe durch das vegetative Nervensystem. Liegt eine Störung in diesem Bereich vor, wird mehr Schweiß produziert, als zur Temperaturregulierung notwendig ist. Der Mediziner spricht dann von einer primären Hyperhidrose. Nicht immer ist starkes Schwitzen auf eine Störung der Reizleitung zurückzuführen. Verschiedene Krankheiten können sich ebenfalls durch starkes Schwitzen äußern. In diesem Fall handelt es sich um eine sekundäre Hyperhidrose.